Marktplatz
Der Marktplatz gilt seit jeher als einer der zentralsten und wichtigsten Plätze innerhalb eines grösseren Ortes. Sein hauptsächlicher Zweck galt vor allem dem Handel. Als wichtigster Umschlagsplatz einer Stadt war er ein Anziehungspunkt für Bürger wie auch natürlich fremde Händler. Während des Mittelalters durfte aber nur eine Stadt mit den entsprechenden Rechten über einen Marktplatz verfügen. Diese Zusicherung der Marktrechte war essentiell wichtig für das wirtschaftliche Leben. Die zentrale Bedeutung des Marktplatzes wurde in vielen Fällen durch zusätzliche, meist sehr aufwendige Gebäude und Bauwerke hervorgehoben bzw. unterstrichen. In der Regel lag zudem das Ratshaus in unmittelbarer Nähe zu dem städtischen Marktplatz. Insbesondere in Städten von grösserer Bedeutung und mehr Einwohnern wurde es notwendig, nicht nur einen Marktplatz zu unterhalten, sondern eine Vielzahl von meist auf eine Art von Waren spezialisierte Handelsplätze zu gewährleisten. Vor allem Städte mit internationaler Ausstrahlung wie Nürnberg oder Krakau galten als wirtschaftliche Zentren während des Mittelalters.
MuriMuri ist zwar als eigenständige Gemeinde eingetragen, liegt jedoch innerhalb der Bezirksgrenzen von der Stadt Bern. Ursprünglich bestand die heutige Gemeinde aus zwei Ortschaften, nämlich Muri und Gümlingen, die je etwa 6000 Einwohner zählen. Ein Grossteil der heutigen Gemeindefläche ist nicht bebaut bzw. dient als Landwirtschaftszone. Jedoch zeigen Funde, dass Muri bereits in der Antike durch die Römer gegründet worden war. Die erste Nennung des Namens der Ortschaft kann auf das 12. Jahrhundert datiert werden. Sie lag damals innerhalb des beherrschten Gebietes von Geristein und kam erst nach dessen Eroberung durch Bern in den Zuständigkeitsbereich der nahe gelegenen Stadt. Die grundsätzliche Autonomie der Gemeinde blieb aber durch diese und auch zahlreiche spätere politischen Händel unangetastet. Im Grossen und Ganzen lebte man bis zur um sich greifenden Industrialisierung in überblickbaren und beschaulichen, dafür stabilen Verhältnissen. Heute gilt Muri vor allem aufgrund der tiefen Steuern als Anziehungspunkt innerhalb des Kantons.